Ätherisches (etherisches) Öl in der Seife

Juli 16th, 2010

Selbstgemachte Naturseife ist schön. Duftende Naturseife ist noch schöner.

Wie kommt der Duft in die Seife?

Zuerst einmal bekommt die Seife ihren natürlichen Duft durch die verwendeten Pflanzenöle, Buttern und Zusatzstoffe. Jeder Rohstoff hat seinen eigenen Geruch und beeinflußt dadurch letztendlich auch den Geruch der Seife. Manche Pflanzenöle, z.B. Avocadoöl oder Schwarzkümmelöl, welches man zu den gering zu dosierenden Wirkstoffölen zählt, haben sogar einen sehr eigentümlichen und dominanten Geruch. Solche Düfte muß man mögen – oder durch die Verwendung geeigneter Duftstoffe in optimaler Art und Weise beeinflussen.

Hierfür bieten sich Parfümöle an, die leider zumeist aus chemischen Komponenten bestehen und Allergien auslösen können. Besser geeignet und für Naturseifen eigentlich charakteristisch sind jedoch ätherische (etherische) Öle. Diese ätherischen Öle werden aus Pflanzenteilen, also Blüten, Blättern, Holz oder Wurzeln gewonnen.

Unter den ätherischen Ölen findet man sehr viele verschiedene Duftrichtungen: blumig, holzig, frisch, herb. Durch geschickte Mischung von verschiedenen ätherischen Ölen lassen sich auch orientalische, würzige oder männliche Düfte herstellen. Einzig obst-ähnliche Duftrichtungen, z.B. ein Duft nach Erdbeeren lassen sich mit Hilfe von ätherischen Ölen nicht erzeugen. Hier bleibt nur der Zusatz von chemischen Parfümöl-Komponenten.

Zu den klassischen ätherischen Ölen zählt man natürlich das Lavendelöl, Rosenholz, Orangenöl, Bergamotte, Sandelholz, Ylang Ylang, Eukalyptus, Fichtennadel oder Thymian.

Zu beachten ist, daß die verwendeten ätherischen Öle auch gewisse Wirkung auf Körper und Psyche haben. So wird dem Lavendel eine beruhigende entspannende Wirkung zugeschrieben, dem Rosenduft natürlich eine aphrodisierende und Thymian, Eukalyptus oder Fichtennadel nimmt man vorzugsweise bei Erkältungszuständen.

Kokosfett und duftendes Kokosöl

April 14th, 2010

Um eine schön schäumende Seife zu bekommen, ist eine Grundvoraussetzung die Zugabe eines sogenannten Schaumfettes. Zu den Schaumfetten zählt unter anderen Kokosfett / Kokosöl.

Generell nimmt man für eine pflegende Seife ca 50% harte und/oder schäumende Fette, davon sollten ca. 25% Schaumfette sein. Beliebt ist die Verwendung von 25% Palmkernöl und 25% Kokosfett / Kokosöl in Kombination.

Eine Eigenschaft des Kokosfettes ist, daß Kokosfett bei Zimmertemperatur fest ist und ab ca 25°C flüssig wird. Wenn man also Kokosöl einkauft und dies als festen Block in einer Flasche erhält, muß man es einfach nur leicht erwärmen, dann wird es wieder flüssig. Erwärmen kann man das Ganze problemlos im Wasserbad oder einfach in der Nähe eines Heizkörpers.

Von der Verwendung von mehr als 40% Kokosfett für eine Naturseife würde ich abraten, da die Seife dann zwar sehr schön schäumt, aber auch leicht austrocknend auf die Haut wirkt.

Es gibt auch herrlich duftendes Kokosfett in Bio-Qualität . Schon wenn man die Flasche oder Dose öffnet, strömt einem der Duft nach frischen Kokosnüssen entgegen. Besonders schön ist es als Zugabe in Cremes, da dort der Duft auch wirklich bleibt. Dieses duftende Kokosöl eignet sich ebenso zum Seifesieden. In der Seife bleibt der Duft nach frischen Kokosnüssen aber leider nicht so beständig.

Mit duftendem Kokosfett kann man sich ein Monoi-Tiare-Haar-Öl selber machen. Für ein Monoi-Tiare-Haar-Öl legt man für einige Zeit duftende Tiare Blüten (Gardenia-tahitensis) in das Kokosfett ein und mazeriert diese einige Tage oder Wochen. Dann filtert man die Blüten ab. Damit das Monoi-Haar-Öl flüssig bleibt – man erinnere sich, Kokos wird erst ab ca 25°C flüssig – , muß man nun das flüssig gemachte Kokosöl noch ca. 50:50 mit einem anderen relativ duftneutralen Öl mischen. Hierfür eignet sich Jojobaöl oder – noch besser – Mandelöl. Diese Mischung kann man nun als Pflege in die Haarspitzen einmassieren. Beim Original-Monoi-Öl aus Tahiti ist eine Mischung mit einem anderen Öl natürlich nicht erforderlich, denn in Tahiti ist es meistens über 25°C warm. ;-)

Alternative zu Peelingseife: Peeling-Gels

April 2nd, 2010

Peeling-Gel oder Peeling-Lotion

Es gibt natürlich nicht nur Peelingseife, die hervorragende Wirkung zeigt.
Gerade bei unreiner Haut oder Akne-Haut ist die Gesichtswäsche mit Naturseife kein Muß, denn hier sind auch Peeling-Gels oder abwaschbare Peelingcremes und Peeling-Abschminklotionen sehr hilfreich.
Hierfür stellt man sich eine normale Abschminklotion oder leichte gelige Gesichtsmilch her, und gibt zuletzt auf 100ml Lotion ca 1-2 Eßlöffel eines Peeling-Granulats in die Rezeptur hinein.

Durch Anrühren von Peeling-Granulaten mit Wasser kann man ein ganz einfaches Peeling selbermachen.
Für einen nur leicht peelenden Effekt ist das milde Mandelkern-Peeling-Granulat sehr schön. Es ist günstig und man kann es einfach einrühren.
Möchte man es etwas schrubbeliger, aber doch noch immer sanft auf dem Gesicht, dann kann man Aprikosenkern-Peeling verwenden.
Und für die Oberarme und den Rücken ist das kräftige Traubenkern-Peeling gut geeignet, alternativ auch Gersten-Peeling.

Und noch ein Tip für Fußcremes:

In eine schöne Fußcreme mit Urea einfach zusätzlich einen Teelöffel Senf-Peeling-Granulat einrühren: das wirkt beim Einmassieren leicht wärmend und die Füße werden zusätzlich durch den Peelingeffekt zart und weich.

Ausprobieren lohnt sich ;-)

Peelingseife

März 30th, 2010

Kennt ihr Peelingseife?

Ich meine solche Naturseifen, welche klitzekleine Granulat-Partikel in der Seife haben.

Peelingseife ist geeignet für alle Leute mit schmutzigen Händen, also Handwerker, Mechaniker, Gärtner und Gärtnerinnen, Monteure, Köche und Köchinnen mit farbigen Rote-Bete-Fingern, usw. Diese Seifen mit Peeling-Granulaten schrubbeln und sind für dreckige Hände einfach toll. Durch die kleinen Partikel werden die schmutzigen Hände auf sanfte und natürliche Art gereinigt – ganz ohne Chemie.

Zum zweiten kann man Seife mit Peelingzusatz auch anstelle eines Massagehandschuhs unter der Dusche oder in der Badewanne benutzen. Einfach mit der Seife einreiben und man hat bereits während des Einreibens einen angenehm durchblutenden und entspannenden Effekt auf der nassen Haut.

Es gibt für die Herstellung von selbstgemachter natürlicher Seife ohne Chemie ganz viele unterschiedliche Peeling-Granulate:

* Mandel-Peeling, womit man eine besonders milde Peeling-Naturseife erzeugt. Hier kann man übrigens den Mandel-Peeling-Zusatz für Natur-Seife günstig kaufen.

* Aprikosenkern-Peeling – einfach schön und angenehm.

* Traubenkern-Peeling-Granulat für einen etwas schrubbeligeren Effekt. Schönes Bio-Traubenkern-Peeling-Zusatz gibt es hier preiswert zu kaufen.

* Senf-Peeling-Granulat mit leicht wärmendem Effekt

* Sesam-Peeling-Granulat

* Gersten-Peeling-Granulat

Die beiden letzten sind in etwa mittlere Stärke, was die Peelingwirkung betrifft. Das muß man einfach ausprobieren.

Vielleicht konnte ich euch  jetzt ein paar neue Anregungen für eure nächste Naturseife geben.

Viel Spaß beim Selbermachen der nächsten selbstgesiedeten Seife!

Mein neuer Blog!

Februar 27th, 2010

Selberrühren ist ein tolles Hobby!

Schon lange gehört Selbstrühren von Kosmetik und Sieden von Naturseife zu meiner Freizeitbeschäftigung.

Creme und Seife selbst herzustellen ist ein unterhaltsames Hobby und man findet im Internet viele Anregungen und eine große Siedegemeinschaft – und nicht nur da.

Mit biologischen Rohstoffen und ätherischen Ölen kann man der Haut viel Gutes tun. Besonders wenn man äußerst sensible Haut hat, allergisch auf Zusatzstoffe reagiert oder sogar unter Neurodermitis oder Psoriasis leidet, kann man durch den Umstieg auf selbstgesiedete Naturseife und selbstgemachte Kosmetika mit ausgewählten und vielleicht sogar biologischen Rohstoffen viel erreichen. Auch das Weglassen von allergieauslösenden Stoffen und Verwenden von nur wenigen Konservierungsstoffen ist beim Selberrühren problemlos möglich.

Man hat das Zepter sozusagen in der Hand!

Einige Grundregeln sollte man beim Seifesieden allerdings beherzigen. Sicherheit steht an erster Stelle, denn man hantiert hier mit ätzender Lauge. Und dann gibt es noch die Kombinationen der Rohstoffe in den Seifenrezepten, die man wie beim Kuchenbacken erlernen und respektieren muß.

Mit dem Creme-Selberrühren verhält es sich ähnlich. Es gibt Basiskomponenten der Kosmetikrohstoffe, die in fast jeder Rezeptur vorkommen müssen. Und nur im richtigen Mengenverhältnis wird es dann auch eine Creme oder Lotion.

Damit ihr ein Gefühl dafür bekommt, welcher kosmetische Rohstoff in welchem Mischungsverhältnis zu den anderen verwendet werden soll, werde ich hier auf meinem Blog hin und wieder meine Seifenrezepte und Rührereien vorstellen. Und Tips und Tricks, um tolle Seifen herzustellen oder wo man Seifenformen und Kosmetikrohstoffe günstig kaufen kann, will ich euch nicht verschweigen.