Rezept für vegane Seife

Juli 23rd, 2015

Der Trend geht aktuell zur veganen Lebensweise. Natürlich sollte dann auch die Körperpflege den Vegan-Trend mitmachen. Wir sind dabei und wollen uns auch eine vegane Seife selber machen.
Ein einfaches Rezept hierfür ist die 72% Olivenöl Seife. Am allerschönsten pur und ohne Duft und Farbe.

Vegane Seife mit 72% Olivenöl {Rezept}

72% Olivenöl (am besten Bio)
20% Kokosöl (am besten Bio, alternativ Palmin)
8% Palmkernöl (von Cosmopura)
etwas Zucker in der Lauge (sowohl bei OHP als auch bei CP)
keine Milchzusätze, dann wird es eine vegane Seife !
ÜF ca. 10%

Die Zusammensetzung von Zutaten ergibt einen wunderschönen, zarten Schaum und einen dezenten Duft nur nach den verwendeten Ölen.
Wenn man die Seife im CP (= cold process) Verfahren herstellt, sollte sie bis zur Verwendung am besten ein ganzes Jahr ausreifen, damit sie wunderbar wird.
Man kann die 72% Olivenölseife auch als OHP (= oven hot process) Seife herstellen und somit bereits nach 4-6 Wochen verwenden. Sie sieht dann zwar meistens ein wenig grisselig aus, aber das tut der wunderbaren Geschmeidigkeit bei der Verwendung keinen Abbruch.

Alternativ kann man natürlich das Olivenöl auch durch Rapsöl oder feines Aprikosenkernöl ersetzen, wenn man die Seife als CP herstellen will, aber nicht ganz so lange ausreifen lassen mag. Das ergibt dann auch eine wundervolle vegane Seife.

Wenn man mag, darf man natürlich auch Duft und Pigmente zufügen.

Seifenrezept und hübsche Seifenformen

März 5th, 2015

Drei Lebensweisheiten über das Selbermachen von Seife:

1. Seife selbermachen ist gar nicht so schwer.

2. Mit dem richtigen Seifenrezept gelingt es immer.

3. Und mit hübschen Seifenformen macht es doppelt Spaß!

Die Tropfen Seifenform sieht so hübsch aus im Gästebad! Genau die richtige Größe für Gäste. Ist das Blau nicht himmlisch geworden?

Als Seifenrezept bietet sich das einfache 25% Seifenrezept an, angereichert mit Rizinusöl für schönen Schaum.

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Arganöl und Seife – der neue Trend

Februar 19th, 2015

Zarter Schaum, guter Duft und viel Pflege.
Hochwertige Seifen sind etwas ganz Feines!

Aber wie kann man solche hochwertigen Seifen herstellen?

In der beliebten ARD Fernsehserie “Rote Rosen” wird seit einigen Wochen auch eine Seifensiederin gezeigt, die ihre Seifen bevorzugt aus “100% Arganöl” herstellt. Angeblich sind die Seifen auch nach bereits einer Woche verwendbar.
Dass diese Zusammensetzung und eine Verwendung der Seife bereits nach einer Woche völlig utopisch und unrealistisch ist, dürfte jeder versierten Seifensiederin von Anfang an klar gewesen sein. Eine gute Seife braucht mindestens 6 Wochen zum Reifen, sonst ist die Seife vom PH-Wert für die normale Haut  noch viel zu aggressiv. Auch müssen Seifen, die ausschließlich aus Ölen hergestellt werden, noch viel länger aushärten, möchte man beim Verwenden nicht nur ein glitschiges Gebilde in den Händen halten. Zum weiteren ist eine Seife aus 100% Arganöl auch finanziell einfach nicht realistisch, denn 1 Liter gutes Arganöl kostet zwischen 60 und 100€.

Wie aber kann man trotzdem eine besonders hochwertige Seife herstellen?

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Neue Parfümöle ausprobieren

Juni 28th, 2012

Ein kleiner Tip:
Wenn man ein neues Parfümöl ausprobieren möchte, sind die 10 ml Größen ganz ok. 10 ml sind gerade die richtige Menge, um damit gleich ein neu ausprobiertes Seifenrezept zu beduften, bei dem man schließlich auch nur die Menge von 500 ml Seifenleim zum Füllen von 1-2 Seifentafeln machen sollte. Das ergibt dann ca. 6 Seifen, die man an einen Duftliebhaber verschenken kann, sollte einem der Duft doch nicht gefallen.
Ist man dann aber von einem Duft überzeugt, lohnt sich der Kauf von 30 ml oder 50 ml Fläschchen, denn für ein bewährtes Seifenrezept macht man dann meistens 1000 ml Seifenleim.

Parfümöle

Oktober 3rd, 2011

Parfümöle und Duftöle sind in der Seifensiederei eine weitere beliebte Möglichkeit, der Seife eine persönliche Note zu geben.
Alternativ gibt es natürlich auch die ätherischen Öle zum Beduften. (Die Beduftung mit ätherischen Ölen wurde schon beschrieben.)

Bei den Parfümölen / Duftölen gibt es hinsichtlich ihres Verhaltens in der Seife große Unterschiede.
Zum einen können die Düfte bei der Herstellung der Seife ungeahnte Veränderungen des Seifenleims erzeugen. Z.B. schnelles Andicken oder Verfärben des Seifenleims. Sofern solche Veränderungen bekannt sind, sollte man die Verarbeitungsweise bei der Seifenherstellung unbedingt abstimmen. Zum zweiten können sich die chemischen Düfte (im Gegensatz zu den ätherischen Ölen) im Verlauf des Verseifungsprozesses stark verändern, und später völlig anders duften, als ursprünglich in der Flasche. In seltenen Fällen duften sie besser und intensiver, desöfteren aber einfach nur ganz anders.

Beliebte Duftöle in der Seife:
* Nevonia, ein Duft ähnlich Nivea
* Kokos
* Lindenblüte, ein sehr schöner Duft
* Maiglöckchen
* Rose in vielen Varianten
* Vanille
* Fresh Aqua, ein Duft ähnlich Cool Water von Davidoff
* Farewell, ein Duft ähnlich Fahrenheit von Dior

Die Menge des Duftöls in der Seife hängt von den eigenen Duftvorlieben ab.
Als Faustformel gilt, daß höchstens 15 ml eines Parfümöls auf 500 g Fettmasse verwendet werden sollte.

Herstellungsweise:
Man gibt das Duftöl erst in den Seifenleim, nachdem der Seifenleim vollständig angerührt und gefärbt ist.
Nur ganz kurz (wenige Sekunden) mit dem Holzlöffel oder dem Pürierstab unterrühren und sofort in die Formen einfüllen.
Durch diese Vorgehensweise kann man das eventuelle Andicken auf ein Minimum begrenzen und hat noch genügend Zeit zum Abfüllen oder sogar zum Marmorieren.
Ein weitere Tip ist das vorherige Anrühren des Duftöls in ca 10ml Jojobaöl. Das Jojobaöl dient hierbei sowohl als Verdünnung des Parfümöls als auch als Überfettungsöl für die Seife.
Außerdem kann man ein gewisses Andicken auch durch Erhöhen der Flüssigkeitsmenge in der Seife reduzieren.

Generell gilt, daß sehr viele Parfümöle zum Andicken neigen. Beim Vanilleduft ist außerdem bekannt, daß so gut wie jeder Vanilleduft die Seife bräunlich verfärbt. Man muß also auf eigene (und fremde) Erfahrungen zurückgreifen und die Seifenrezeptur entsprechend anpassen.