Gesichts-Peeling Rezept

August 1st, 2011

Jetzt mal ein Kosmetikrezept und nichts mit Seife.
Ein sehr einfaches, aber wirklich effektives und angenehmes Gesichtspeeling ist mit dem Peelinggranulat herzustellen.

Gesichtspeeling

Zutaten für eine Anwendung:

Peeling-Granulat (Sorte nach Hauttyp)
Wasser
Ätherisches Öl Lavendel und/oder
Ätherisches Teebaumöl kbA
Mandelöl nach Belieben

Hierzu verrührt man 2 Eßlöffel Peelinggranulat mit 1-2 Eßlöffeln Wasser (aus der Wasserleitung), bis es eine cremige und streichfähige Paste ergibt. Die Paste darf nicht zu flüssig sein, sonst nochmals ein wenig Granulat zugeben.
Dazu gibt man ca 3 Tropfen ÄÖ Lavendel und/oder 1 Tropfen ÄÖ Teebaumöl. Vorsicht mit dem Teebaumöl, es kann zu Hautreizungen führen!
Nach Wunsch kann man für die pflegende Wirkung auch noch einen halben Teelöffel Mandelöl unterrühren.

Anwendung:
Die Paste auf das gereinigte und leicht feuchte Gesicht auftragen und kurz einmassieren. Mit einem Waschlappen und klarem Wasser abspülen.
Danach ist ein Gesichtstonikum oder eine leichte Gesichtsmilch sehr angenehm und entspannend für die Gesichtshaut.

Tips:

Für unreine Haut empfiehlt sich Traubenkernpeeling-Granulat oder Mandelkern-Olivenstein-Peeling-Granulat,
für trockene Haut Aprikosenkernpeeling-Granulat,
für sensible Haut Mandelpeeling-Granulat.
Es lohnt sich auch, die anderen Granulate wie z.B. Gerstenpeeling oder Sesampeeling auszuprobieren, denn jedes ist in seiner Körnergröße und Struktur etwas unterschiedlich.

Das Lavendelöl bewirkt eine leichte Desinfizierung der Haut, das Teebaumöl ist besonders für unreine Haut zu empfehlen.

reinigende Duschbutter – Reinigungsbar

Februar 5th, 2011

Reinigende Duschbutter, auch Duschmelt oder Reinigungsbar genannt, verwendet man als Ersatz für das Duschgel.
Man streicht damit unter der Dusche über die Haut und wäscht sie wieder ab.
Durch die pflegenden Fette und Buttern erspart man sich das nachfolgende Eincremen.

100 g Seifenraspel ( am besten aus pflegender selbstgemachter Naturseife )
20 g Kokosfett
30 g Kakaobutter
30 g Sheabutter oder Mangobutter
ca. 100 ml Wasser

Seife raspeln oder im Mixer zerkleinern, die geschmolzenen Fette darüber geben und sofort das kochende Wasser dazugeben. Die Seifenraspel sollen sich darin auflösen. Kräftig mit dem Knethaken des Handrührers rühren, bis eine homogene Masse entsteht. Die Masse soll schön cremig werden und sich gut verbinden.
Wenn die Masse fester wird, alles in Förmchen einfüllen, in den Kühlschrank stellen und zu festen Stücken werden lassen. Schneller geht es im Gefrierschrank.
Idealerweise nimmt man kleine Förmchen für Gästeseifen, die man in diversen online-Shops beziehen kann, z.B. bei Cosmopura.de

Von den geformten Teilen kann man sich ein Stück abschneiden, in Folie wickeln und in einem dekorativen Glas aufbewahren oder einfach so auf der Seifenablage lassen.

Salzseife

Januar 18th, 2011

Kennen Sie Salzseife?

Gerade für fettende und unreine Haut ist Salzseife eine perfekte und einfache Pflege zur Verbesserung des Hautbilds. Mit der salzhaltigen Naturseife wird die Haut angenehm gereinigt. Gleichzeitig hat das Salz eine peelende und entfettende Funktion. Außerdem wird die Haut durch den hohen Salzgehalt in der Seife leicht desinfiziert. Sie sehen – 3 in 1 (oder um genau zu sein – 4 in 1).

Eine Salzseife ist sehr leicht herzustellen und erfordert keine speziellen weiteren Kenntnisse der Seifenherstellung, wenn man die Grundlagen der Herstellung einer Naturseife verstanden hat und im Umgang mit NaOH vertraut ist. (Eine Grund-Anleitung zum Seifensieden kommt auch bei Gelegenheit.)
Für die Verwendung in Salzseife geeignetes Salz ist normales Haushaltssalz ohne Beimengung von Jod oder Fluor. Meersalz aus dem Toten Meer ist jedoch nicht geeignet, da es eine zu stark hygroskopische Wirkung hat. Je nach Feinheitsgrad des verwendeten Salzes erhält man ein Seifenstück mit mehr oder weniger peelender Oberflächenstruktur. Für empfindliche Haut ist ein sehr feines Speisesalz am besten.

Herstellung von Salzseife

Man nimmt ein beliebiges pflegendes Seifenrezept als Grundlage. Weder in der Ölauswahl noch bei Farben oder Düften muß etwas besonderes beachtet werden. Nur die Duftmenge sollte etwas erhöht werden.
Salzseife kann sowohl als CP (Cold Process) als auch als OHP (Oven Hot Process) hergestellt werden. (Die Herstellung einer Naturseife mit diesen beiden Verfahren setze ich hier als bekannt voraus.)

Dem Seifenleim fügt man im Puddingstadium das Gewicht der verwendeten Fettmasse an Salz hinzu. Nach Belieben kann man die Salzmenge auch auf das doppelte bis dreifache erhöhen.

Bitte beachten:
Salzseife wird durch die Salzkristalle sehr fest, deshalb kann man sie in Blockform nicht schneiden. Auch mit größter Anstrengung wird man aus einem Seifenblock nur einzelne Brocken abbrechen, aber kein schön geformtes Seifenstück abschneiden können.
Sehr gut geeignet sind deswegen kleine Einzelformen zur Seifenherstellung, z.B. die Seifengießformen von Milkyway Molds oder Aloha Molds.

Eine Salzseife wird man nur schwer zum Schäumen bringen. Erwarten Sie deshalb keine Schaumberge, sondern bestenfalls eine zartschäumende Seife – wenn überhaupt.

Während der Lagerung kann die Salzseife ein wenig Wasser an der Oberfläche zeigen. Das ist nichts beunruhigendes, denn das Salz in der Seife zieht Wasser aus der Luft an. Die Seife kann demzufolge normal verwendet werden.

Nun viel Spaß beim Ausprobieren!

Unterschied Palmöl und Palmkernöl

Oktober 5th, 2010

Palmöl und PalmKERNöl sind zwei völlig unterschiedliche Fette mit verschiedener Fettsäurezusammensetzung und unterschiedlicher Farbe. Palmöl / Palmfett wird aus den Früchten der Palme gewonnen, PalmKERNöl aus den Kernen der Früchte.

Palmöl ergibt schöne feste Seifen und ist seifentechnisch vergleichbar mit Shea und Mangobutter. Es enthält sehr viel Palmitinsäure und ist reich an Vitamin A. Unraffiniert hat es eine dunkelorange Farbe und riecht etwas nach Karotten.

PalmKERNöl wird als Schaumfett eingesetzt und ist seifentechnisch vergleichbar mit Kokosfett und Babassuöl. Es besteht zu großen Teilen aus Laurinsäure und Myristinsäure. Unraffiniert ist es beige und riecht erdig und süßlich.

Seife aus unraffiniertem Palmöl ist wunderschön orange. Die Farbe ist leider nicht stabil, sie bleicht mit der Zeit aus. Außerdem gibt Naturseife aus unraffiniertem Palmöl auch beim Waschen Farbe ab, hat aber fast weißen Schaum. Wenn die Seife bei der Herstellung eine heftige Gelphase erreicht, dürfte das Ausbluten beim Waschen nicht vorkommen. Der Eigengeruch des  unraffinierten Palmöls verschwindet, wenn man das Öl richtig erhitzt.

In raffinierter Form sind beide Fette cremeweiß und relativ duftneutral. Deswegen ist zum Seifesieden die raffinierte Form des Palmöl und Palmkernöls der unraffinierten vorzuziehen.

Palmkernöl ist zwar nicht gerade das günstigste Fett, aber für schöne Seife eigentlich unverzichtbar. 500 ml sind eine gute Menge beim Einkauf. Das Fett wird meistens in Kunststoffflaschen verkauft. Diese muß man zur Entnahme des Fettes nur einige Zeit im warmen Raum stehenlassen, z.B. in Heizungsnähe oder im Sommer im Freien (im Schatten), dann wird es wieder zu flüssigem Öl.

Ätherisches (etherisches) Öl in der Seife

Juli 16th, 2010

Selbstgemachte Naturseife ist schön. Duftende Naturseife ist noch schöner.

Wie kommt der Duft in die Seife?

Zuerst einmal bekommt die Seife ihren natürlichen Duft durch die verwendeten Pflanzenöle, Buttern und Zusatzstoffe. Jeder Rohstoff hat seinen eigenen Geruch und beeinflußt dadurch letztendlich auch den Geruch der Seife. Manche Pflanzenöle, z.B. Avocadoöl oder Schwarzkümmelöl, welches man zu den gering zu dosierenden Wirkstoffölen zählt, haben sogar einen sehr eigentümlichen und dominanten Geruch. Solche Düfte muß man mögen – oder durch die Verwendung geeigneter Duftstoffe in optimaler Art und Weise beeinflussen.

Hierfür bieten sich Parfümöle an, die leider zumeist aus chemischen Komponenten bestehen und Allergien auslösen können. Besser geeignet und für Naturseifen eigentlich charakteristisch sind jedoch ätherische (etherische) Öle. Diese ätherischen Öle werden aus Pflanzenteilen, also Blüten, Blättern, Holz oder Wurzeln gewonnen.

Unter den ätherischen Ölen findet man sehr viele verschiedene Duftrichtungen: blumig, holzig, frisch, herb. Durch geschickte Mischung von verschiedenen ätherischen Ölen lassen sich auch orientalische, würzige oder männliche Düfte herstellen. Einzig obst-ähnliche Duftrichtungen, z.B. ein Duft nach Erdbeeren lassen sich mit Hilfe von ätherischen Ölen nicht erzeugen. Hier bleibt nur der Zusatz von chemischen Parfümöl-Komponenten.

Zu den klassischen ätherischen Ölen zählt man natürlich das Lavendelöl, Rosenholz, Orangenöl, Bergamotte, Sandelholz, Ylang Ylang, Eukalyptus, Fichtennadel oder Thymian.

Zu beachten ist, daß die verwendeten ätherischen Öle auch gewisse Wirkung auf Körper und Psyche haben. So wird dem Lavendel eine beruhigende entspannende Wirkung zugeschrieben, dem Rosenduft natürlich eine aphrodisierende und Thymian, Eukalyptus oder Fichtennadel nimmt man vorzugsweise bei Erkältungszuständen.

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